Donnerstag, Juni 03, 2010

Barceloonies

Schafsköpfe am Fischmarkt

Und so kam es, dass mich ein schweres Schicksal jüngst auch noch nach Barcelona verschlug. Kann denn niemals Ruhe sein? Mir reicht's schön langsam mit dem ewigen Herumstromern in fremder Herren Länder voller Ausländer! Noch dazu, wenn zuhause der Mai in seinen schönsten Witterungsfacetten erblüht.
Außerdem hat's in Katalonien riesenhaftes Meeresgezücht:



Und völlig überdimensionierte Sakralbauten:



Deutsch können die Menschen hier auch nicht.



Zumindest lebt hier die allwissende kubistische Müllhalde:



Just als ich sie besichtigte, erwachte sie aus einem epochalen Nickerchen und erwählte ausgerechnet mich als Adressatin ihrer Weisheit: "Alles vergeht", sprach sie und rollte sich für die nächste tausendjährige Siesta ein.

Dienstag, Mai 18, 2010

Der Fluch der Akribik. Oder: Zu Besuch bei den Binnen-Mayas

Die Leserschaft murrt. Immerzu würden hier obskure Veranstaltungen oder bierselige Fußballzirkel besprochen, die Kernkompetenz jedweden Weblog-Kunstwollens jedoch schmählich ignoriert. "Wir wollen Urlaubsfotos, bunt und aus irgendeinem Entwicklungsland!", jaulen sie. "Geht doch zum DM, da entwickeln sie die Fotos billig", maule ich.
Aber es hilft nichts, schließlich bin ich auf fremder Menschen Aufmerksamkeit angewiesen, sonst könnte ich genauso gut wieder analog und heimlich auf Papier schreiben. Der Leserwunsch ward mir Reisebefehl.
Guatemala also - bunt und dritte Welt, hier bittesehr:

In der Hauptstadt finden sich, wie überall heutzutage, empörende Nazi-Entgleisungen:


Außerhalb dafür aber malerische Vulkane und pittoresker öffentlicher Nahverkehr:


Was Leonding empört, ist in Mittelamerika höchstens gut für Vögeln: der Busenbrunnen von Antigua.


Malerisches auch in Chichicastenango:


Hier leider schwer zu sehen: Geier, die darauf hoffen, dass ein dicker Tourist von der Pyramide in Tikal in den Tod stürzt:


Hoffende Pelikane auch in Livingston:

Hoffende Haie in Belize, kurz vor meiner Arschbombe mitten ins Rudel hinein:


Wartende Badefacilities auf San Pedro:


So, jetzt ist aber mal Schluss mit Urlaub für die nächsten zehn Tage, goi!

Montag, April 19, 2010

Krumau: Falsche Gefühle, religiöse Medleys und sexy Modetrends

So begab es sich, dass ich mit meinen Stammtischbrüdern und -schwestern am Samstag nach Krumau reisen musste, denn zuhause in Linz können wir uns einen Damen- und Herrenspitz immer schwerer leisten.
Mir soll das nur recht sein, zumal ein Ausflug in meine genetische Heimat in mir stets starke Gefühle auslöst. Auch wenn's die falschen sind:


Eine besondere Attraktion in der verkitschten Weltkulturerbestadt ist das reichhaltige historische Erbe aus längst vergangenen Zeiten, als das böhmische Königsgeschlecht noch vital war:

Heute glänzt Tschechien mit einer spirituellen Liberalität, dass es nur so brummt (Aufnahme aus dem Krumauer Domtabernakel):


Faszinierend auch die tschechische Fauna. In der geschützten Atmosphäre des Todesstreifens konnte sich entlang des Eisernen Vorhangs dank zahlreicher atomarer Mutationen eine prachtvolle Artenvielfalt entwickeln.


Die tschechischen Damen sind für ihr ebenso keckes wie stilsicheres modisches Auftreten bekannt:



Eigentlich viel zu schade, nur wegen der Tscherei hierher zu kommen, aber bitte.

Mittwoch, Juli 22, 2009

Hang on a sec' dear, would ya?



Ladies N' Genulmen,

zwecks Aufrechterhaltung der Kundenbindung: Ich bin noch gar nicht tot! Ich taeusche nur vor. Das Fehlen der Buchstaben weist zudem auf den englischsprachigen Teil des Niederen Oesterreichs als Ort meiner hoechsten Aufenthaltswahrscheinlichkeit hin.
Meine Aktivitaeten lassen sich samt und sonders unter dem Label "Haengen", Subkategorien "Waende", "Matten" und "Sofas" rubrizieren.
Mehr zeige und schreibe ich jetzt aber nicht, zu Urlaubsdias und -schwaenken gibt's Fantastilliarden anderer Weblogs da draussen.


Freitag, April 24, 2009

Wie mich Karl Marx in Berlin damisch in den Hintern gezwickt hat

Liebe Mesdames und Messieurs,

es gilt, die Schrift zu erfüllen, i.e. Illustratives aus Berlin nachzureichen.

Dorthin zu gelangen ist seit Anbruch der Zeiten digitaler Navigationssysteme keine gröbere Herausforderung. Sofern das Fahrzeug nicht in Wels startet und man sich nicht von einem analogen, eingeborenen Navi-System leiten lässt. Fast schon musste ich fürchten, nie wieder aus dem komplexen Kreisverkehrsflechtwerk der Messestadt herauszukommen.

Doch keine Schlagzeile wie "Zwei Satiriker in Auto verhungert vor Abfahrt Wels Nord gefunden" musste erscheinen (das wäre auch hoffentlich aufgefallen). So kam ich nach Berlin.
Wie klein doch die Welt ist: Kaum in angelangt, treffe ich gleich einen Bekannten: Herbert Grönemeyer.
Dieses und noch andere schöne Abenteuer geschahen in den folgenden Tagen.

Die Autorin und ein Automobil

Hobby-Punketten im Tacheles


Berlin, Welthauptstadt des Graffiti - konkreter lässt sich menschliches Ringen mit dem Vanitas-Gedanken angesichts der Vergänglichkeit alles Seienden kaum auf den Punkt bzw. auf die Fassade des Neulichtenberger Bürgerversammlungszentrums bringen.

So vergingen die Tage in einem bunten rausch an Lustbarkeiten. Bis ich Opfer der letzten Reste des real existierenden Sozialismus wurde:



Beim tölpelhaften Wiederherabrutschen vom Marx-Denkmal bleibe ich mit meinen jüngst upgesizten Hüften an den groben Fingern des Autors des "Kapitals" hängen und ziehe mir sehr arge blaue Flecken zu, für dich ich mich heute noch verspotten lassen muss. Spontan schwor ich jedwedem linken Gedankengut ab und ließ mich ins KaDeWe führen, um dort gemäß kapitalistischer Raffzahnmentalität die Fressabteilung leerzumachen.

Dienstag, April 21, 2009

Kommunistische Not in Berlin

Damen und Herren, Genossen und Freundinnen,

da wär' ich wieder, heimgekehrt aus dem Moloch Berlin. Leider vorerst nur gleichsam physisch, sodass euch die beiden untig angefügten Bildnisse reichen müssen. Bald aber soll auch eine Wortformation davon künden, was der Kommunismus alles dieser Stadt, junggebliebenen Herren und meinem Hintern angetan hat.


Freitag, August 29, 2008

Zugzigeuner, IX: Linz, finally

Nach drei Wochen hilft Duschen auch nichts mehr:



Sonntag, August 24, 2008

Zugzigeuner, VI: Porto







Falsche Franziskaner in Esmoriz

Mittwoch, August 20, 2008

Zugzigeuner, V: Costa Nova

Für euch entdeckt: Costa Nova, der eigenwilligste Badeort des Atlantik. To be missed.




Dienstag, August 19, 2008

Zugzigeuner, IV: Coimbra und Fatima







Frau T. reagiert auf so viel Heiligkeit mit leichter Verstörung. Da hilft nur eins: den überschüssigen Heiligen Geist wieder austreiben.